Leishmaniose

Luca, ein kleiner Podenco Andaluz, stammt aus einer Perrera in Malaga. Der in Spanien durchgeführte Labortest ergab, dass Luca gesund ist: Alle 6 getestetem Mittelmeerkrankheiten „negativ“. Wenige Wochen nach seiner Ankunft hatte er plötzlich eine blutende Stelle am Ohr und dann eine weitere am Fuß. Ich habe sofort auf Leishmaniose getippt, und ein Bluttest bestätigte meine Befürchtung.
Diese tückische Krankheit kann mitunter erst nach Jahren ausbrechen, auch wenn der Hund im Ursprungsland „negativ“ getestet war. Vermutlich hat der Reisestress und der Wechsel in die neue Umgebung bei Luca einen Schub ausgelöst. Luca wurde mit Medikamenten behandelt, u.a. mit Allopurinol. Nach wenigen Wochen waren die Symptome verschwunden bzw. die Wunden verheilt. Wir haben regelmäßig nachtesten lassen (vierteljährlich), und irgendwann war der Titer so niedrig, dass wir das Allopurinol absetzen konnten. Jeder Fall ist anders, von daher ist es wichtig dass man einen guten Tierarzt an der Hand hat, der sich mit Mittelmeerkrankheiten auskennt.
Und man sollte sich auch selbst kundig machen. Im Internet findet man zahlreiche Info-Seiten, z.B. auch auf Homepages von Tierschutzvereinen. Bei Facebook gibt es eine Gruppe mit dem Titel „Leishmaniose Hund“. Dort findet man Rat, Unterstützung und Austausch mit anderen betroffenen Hundehaltern. Auch kann man dort eine Liste der purinarmen Futter einsehen (jeweils mit genauer Purinangabe).
Ganz wichtig: Eine purinarme Ernährung ist bei einer Allopurinol-Therapie gegen Leishmaniose notwendig, um die Bildung von Xanthinkristallen und Harnsteinen zu verhindern. Das Medikament blockiert den natürlichen Abbau von Purinen, wodurch sich das Zwischenprodukt Xanthin im Harn anreichert. Weniger Purine im Futter senken dieses Risiko. Mit welchen purinarmen Futtersorten wir gute Erfahrungen gemacht haben, werde ich auf dieser Seite berichten.