
Unser Podenco Aramis ist vor ein paar Jahren an der (bisher unheilbaren) Augenkrankheit SARDS erkrankt. Innerhalb weniger Monate hat er sein Augenlicht komplett verloren. Es scheint sich um eine Immunerkrankung zu handeln, die Forschung steht in diesem Bereich noch am Anfang. Die Augen von Aramis sind in Ordnung, aber die Verbindung zum Gehirn ist quasi ausgeschaltet. Für uns war das Schock, denn Aramis ist ein Traum von einem Podenco Andaluz, ein Herzenshund, einfach nur lieb.
Inzwischen kommt er ganz gut mit seiner Blindheit zurecht. Hunde nutzen dann ja ihre anderen Sinne, und bei den Podencos ist die Nase ganz besonders ausgeprägt. Aramis kann sich so gut orientieren, dass man bisweilen vergisst, dass er blind ist. Aber dann wird man wieder schlagartig damit konfrontiert, z.B. wenn er sich irgendwo anstößt. Und es macht immer wieder traurig.
Diese Krankheit hat auch ihre Nebenwirkungen und Spätfolgen (auch dies noch nicht ausreichend erforscht). Zu Anfang musste Aramis sehr oft nachts raus… er hatte ja als Blinder keinen richtigen Tag-Nacht-Rhythmus mehr. Viel Schlaf haben wir in dieser Zeit nicht abbekmmen. Auch seine Verdauung war total durcheinander gekommen. Wir haben einige Futtersorten durchprobiert, bis Besserung eingetreten ist. Inzwischen gibt es nur noch EINEN „Boxenstop“ pro Nacht, und wir haben auch ein Futter gefunden, das er gut verträgt.
Aber es war ein langer Weg dorthin – und zeitweise war Aramis… man kann es nicht anders sagen: zu fett! Aufgrund seines traurigen Schicksals hatten wir es zu gut gemeint, und die Folge war Übergewicht. Davon sind wir aber wieder runter gekommen. Wie wir das geschafft haben, werde ich hier auf dieser Seite berichten.

Man sieht es auf diesem Foto vielleicht nicht so deutlich…
aber Aramis hatte zeitweise keine Taille mehr. Da hieß es: Abspecken!